Gedenken an Oury Jalloh

Am 7. Januar 2026 ereignet sich der 21. Todestag von Oury Jalloh. Er verlor unter ungeklärten Umständen in der Obhut des Staates in einer Dessauer Polizeiarrestzelle sein Leben. Es ist gerichtlich bestätigt, dass die öffentliche Aussage: „Das war Mord“ getroffen werden darf und keine Verleumdung oder eine Straftat darstellt. Wir sind der Ansicht, dass in unserer Gesellschaft die Verpflichtung besteht, an diesen Tatbestand zu erinnern!

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Aus Artikel 3 Grundgesetz der BRD)

Jedes Jahr versammeln sich Menschen in Dessau-Roßlau, um an den Tod von Oury Jalloh zu erinnern und ein Zeichen für Menschenrechte und rechtsstaatliche Verantwortung zu setzen.

Da eine rechtsstaatlich-politisch abschließende Aufarbeitung bisher aussteht, appellieren wir an die Landesregierung, das Gespräch zu suchen und politische Verantwortung zu übernehmen – denn ein Mensch kam in staatlicher Obhut ums Leben, ohne dass bisher Konsequenzen gezogen wurden. In einem funktionierenden Rechtsstaat darf es nie wieder passieren, dass ein Mensch in staatlicher Obhut stirbt.

Stephan Marahrens

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