Landtagskandidat*innen erkunden Oranienbaumer Heide

Von links nach rechts: Wolfgang Aldag, Madeleine Linke, Leonie Bronkalla, Torsten Beyer und Christiane Hönicke mit einem der Konik-Pferde (Foto: Martina Hoffmann)

Exkursion von Bündnis90/Die Grünen zum Erhalt artenreicher Heidelandschaften durch Weidetierhaltung

Am Samstag trafen sich der Landtagsabgeordnete Wolfgang Aldag (Listenplatz 6), die beiden Landtagskandidatinnen Madeleine Linke (Listenplatz 3) und Leonie Bronkalla (Listenplatz 5) sowie weitere Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen zu einer Exkursion in die Oranienbaumer Heide mit der primigenius gGmbH.

Christiane Hönicke von primigenius gGmbH führte die Teilnehmenden mit Leih-Fahrrädern durch die 800 Hektar große Heidelandschaft, auf der ganzjährig Heckrinder und Konik-Pferde weiden. Die Beweidung dient dazu, die Heidelandschaft offen zu halten. Denn die robusten Tiere verhindern, dass die Fläche verbuscht und Wald entsteht. Seltene Vogelarten wie Ziegenmelker oder Wiedehopf brauchen diese parkähnliche Landschaft. „Mich hat besonders beeindruckt, dass die Brutpaare seltener Vögel hier Jahr für Jahr zunehmen, während wir ansonsten einen Rückgang der Vogelarten wahrnehmen“ resümiert Bronkalla. So bieten Heideflächen wertvolle Lebensräume in einer ansonsten belasteten Landschaft. Aldag ergänzt: „Hier kann man sehen wie Naturschutz in Sachsen-Anhalt wunderbar funktioniert“. Trotz der eisigen Temperaturen war der Ausflug für die Grünen ein voller Erfolg. Die Herde der 38 Koniks lief mitten über den Fahrradweg. Und auch wenn die wild lebenden Tiere größtenteils Abstand halten, kamen einzelne zutrauliche Stuten die Besuchenden begrüßen. Die 63 imposanten Heckrinder konnten ebenfalls aus der Ferne bestaunt werden. „Gerne kommen wir im Sommer wieder, wenn die Heide blüht und zahlreiche Schmetterlingsarten beobachtet werden können“ so Linke. Denn die violett blühenden Felder sind nicht nur schön fürs Auge, sondern tragen maßgeblich zum Erhalt der Artenvielfalt von Vögeln und Insekten bei. Die Heide lässt sich am besten per Fahrrad erkunden. Wegen der Munitionsbelastung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ist eine Erschließung kürzerer Rundwege für Spaziergänge von Fördermitteln abhängig. 

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